Und was ist jetzt?
Bei mir hat sich viel verändert. Ein kleines Stück neues Leben quasi.
Ich wohne zur Zeit in Düsseldorf und absolviere hier ein Praktikum. Die Kollegen sind nett, man lernt viele Menschen kennen, und eine tolle Stadt ist Düsseldorf dazu auch noch. Ich mache mir zur Zeit viele Gedanken über meine Berufliche Zukunft, denn das Studium neigt sich dem Ende. Viel zu früh, wenn ihr mich fragt. Der Master ist also unverzichtbar. Köln wäre ‘ne gute Stadt dazu
Da fängt man als kleiner Erstsemesterer an zu studieren, und ehe man sich versieht steht die Bachelorarbeit vor der Tür. Das alles in nur 3 Jahren. Ich kann zwar vieles aus meinem Studium bereits im Praktikum anwenden, aber zum professional fehlt noch ein Stück. Und meine restliche Jugend möchte ich nicht im Berufsleben verbraten.
Stellt sich die Frage: “Wie das alles bezahlen?”. Meine Eltern machen langsam dicht, Bafög gibts leider nicht. Als ich von meinem Auslandsaufenthaltsvorhaben erzählte, wurde ich nciht sehr begeistert angesehen. Dann wenigstens ein Praktikum mit anständiger Bezahlung. Vielleicht steuert auch die EU etwas zum Auslandssemester bei. Ich muss mich demnächst kundig machen, die Uhr tickt.
Desweiteren habe ich mich von meiner Exfreundin getrennt, Das war wohl ein notwendiges Übel. Wie man meinem letzten Post entnehmen kann. Single in Düsseldorf.
Ganz nach Rainald Grebes “Single in Berlin”:
Schon frustrierend. Aber das Nachtleben hier hat einiges zu bieten. Vielleicht lernt man die ein oder andere Bekanntschaft kennen, man weiß ja nie
Meine bisherigen Versuche in der Heimat schlugen leider fehl.
Ich komme mir leicht vor wie ein neuer Mensch. Ich denke ich bin viel offener geworden. Das sollte sich positiv auswirken denke ich
In meiner Heimatstadt habe ich leider kaum noch gute Freunde. Meinen ehemaligen Freundeskreis habe ich mit der letzten Freundin zu sehr vernachlässigt. Was mir bleibt sind die Freunde in meinem Studienort, welche sich wohl nach erreichen des Bachelorabschlusses alle dort verabschieden werden. mal ehrlich, bei 20k Einwohnern liegt echt der Hund begraben.
In meinen beiden ehemaligen Wohnorten hält mich also nach dem Studium nichts mehr. Wohin also? Keine Ahnung.
Was mir hier in Düsseldorf zu schaffen macht ist die “Großstadteinsamkeit”, welche direkt nach einer Trennung wohl besonders einschlägt. Samstagabend zuhause sitzen, weil die Hand voll Bekannte leider keine Lust auf größere Unternehmungen hat. Schon entmutigend. Gut dass es Alkohol und Musik gibt, und einen netten Spanischen Mitbewohner, mit dem ich mir das Zimmer teile.
Noch ein toller Song zu Schluss mit passender Thematik:

